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Fabrikat No. 12 - Das Füchslein

Das kleine Rotfüchslein ist gar theatralisch,

denn es ist so animalisch.

Überall denkt es mit gier,

an ein totes, saftig´ Nagetier.


So ist Rotfüchslein schon resignierend,

denn es ist so deprimierend.

Sieht es nur´nen Mausezahn,

überkommt es gar der wilde Wahn.


Doch Niveau und Stil möchte es haben,

sich kultiviert an Speisen laben.

Mit Gesellschaft, Musik – ja nur,

einfach Essen mit Kultur.


So zieht Rotfüchslein durch´s Laub,

und hört gar laut mit Schnapp und Schnaub,

einen Keiler tief im Boden schürfend,

und nach Nahrung dringend bedürfend.


Es fliegt der Dreck gar weit umher,

beim Keiler´s wilden Wurmverzehr.

Das Rotfüchslein ist gar brüskiert,

und vom Tiere schwer schockiert.


Und das Rotfüchslein geht von dannen,

und wie es geht durch Ficht´ und Tannen,

tritt auf einmal gar hervor,

herzhaft lachend´, ein Kinderbuchautor.


Dieser fragt gar irritierend – warum das Rotfüchslein so deprimierend?

Doch der Schreiber weiß bereits – von Rotfüchslein´s großen Leid!


„Dich Füchslein, ja dich kenne ich,

bist gar schlau und smart, ganz sicherlich.

Über Jahrhundert alte Tradition,

wussten das Autoren schon.


Doch habe ich dich ganz neu durchdacht,

und eine neue Idee ist nun erwacht,

deine Rolle jetzt: mehr credebil,

du bist nun hier – mein letztlich Ziel.


So bist du Teil dieser Idee in diesen Seiten,

auch wenn´s gar schwer fällt, so sind die Zeiten.

Spiel´ deine Rolle für die Kinder,

als vermenschlicht, animalischer Sinnfinder.


Vielleicht wirst du glücklich, Füchslein Liebes,

wenn du zu geben hast, dann gib es!

Siehst du kein Ausweg, brauchst du Behelf,

der Jäger ist auf Seite 11.


Der Mann aus dem Gebüsch lacht leicht gezwungen,

und entfernt sich aus seinem Erdachten, woraus er ist entsprungen.

Und das Rotfüchslein schaut ihm nach, mit all´ seiner Verzweiflung die ihm ist gegeben.


„Und das Wildschwein?“, ruft er seinem verschwindenden Meister zu …

„Das Schwein?, es wird trauern um dich kleines Füchslein, mit großen Tränen

es wird an dich denken und in seinem letzten Monolog

dich wohl herzlich erwähnen.“


Words by Pramsti - the Schneyderlein




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